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Ursprünglich aus Nordamerika stammend, hat sich der Waschbär in Deutschland in den letzten Jahrzehnten rasant ausgebreitet. Was für viele zunächst als faszinierende Naturbeobachtung begann, wird in Städten und Siedlungsgebieten zunehmend zu einem ernstzunehmenden Konfliktthema zwischen Mensch und Tier.


Der Waschbär ist ein hochintelligenter, dämmerungs- und nachtaktiver Allesfresser mit bemerkenswerter Anpassungsfähigkeit.


Verbreitung: Ursprünglich aus Gehegeausbrüchen und gezielten Aussetzungen stammend, besiedelt der Waschbär heute weite Teile Deutschlands, mit Schwerpunkten in Hessen, Brandenburg und an der Elbe. Er fühlt sich in städtischen Parks und privaten Gärten ebenso wohl wie in bewaldeten Gebieten.


Lebensweise: Waschbären sind geschickte Kletterer. Sie suchen sich Unterschlüpfe in Dachböden, Schuppen oder unter Terrassen, da diese Orte Schutz und Wärme bieten. Ihre „menschlichen Hände“ ermöglichen es ihnen, Mülltonnen zu öffnen, Dachziegel anzuheben oder in Häuser einzudringen.



Ein Waschbär in unmittelbarer Nähe zum Haus kann diverse Probleme verursachen:


Materielle Schäden: Waschbären können massive Zerstörungen an der Gebäudesubstanz anrichten. Sie reißen Dachisolierungen auf, zerstören Dachschindeln, verunreinigen Dachböden und beschädigen elektrische Leitungen.


Hygiene und Krankheiten: Die Tiere können als Überträger von Parasiten (wie dem Waschbärspulwurm) und Krankheitserregern (z. B. Staupe) fungieren. Ihre Exkremente, die sie oft an festen Stellen („Latrinen“) ablegen, stellen eine gesundheitliche Belastung dar.


Lärmbelästigung: Das nächtliche Herumtollen und Kratzen auf dem Dachboden führt oft zu erheblichem Stress bei den Bewohnern.



Im Gegensatz zu Schädlingen wie Schaben oder Ratten ist die Situation bei Waschbären rechtlich und ethisch sensibler, da sie dem Jagdrecht unterliegen und als Wildtiere geschützt sind. Eine klassische „Bekämpfung“ im Sinne einer Vernichtung ist in der Regel nicht zulässig oder möglich. Stattdessen fokussieren wir uns auf Vergrämung und Ausschluss.


Inspektion: Zuerst prüfen wir, über welche Wege der Waschbär in das Gebäude gelangt (z. B. über überhängende Äste, Regenrinnen oder Kletterhilfen).


Vergrämung: Wir setzen Methoden ein, die dem Waschbären seinen Aufenthalt unangenehm machen (z. B. durch Licht, Gerüche oder akustische Signale), um ihn dazu zu bewegen, den Ort freiwillig zu verlassen.


Verschluss: Sobald der Waschbär das Gebäude verlassen hat, erfolgt die fachgerechte Sicherung aller Zugänge. Dies ist der wichtigste Schritt: Wir verschließen Einfallstore durch stabile Gitter, Bleche oder bauliche Maßnahmen, damit kein neues Tier eindringen kann.



Prävention: Wir beraten Sie, wie Sie Ihr Grundstück durch den Rückschnitt von Bäumen oder die Sicherung von Mülltonnen für Waschbären unattraktiv machen.


Niemals füttern: Auch wenn sie niedlich aussehen, führt Fütterung dazu, dass die Tiere die Scheu verlieren und immer wieder kommen.


Zugänge sichern: Lassen Sie keine Fenster oder Katzenklappen offen stehen, durch die ein Waschbär schlüpfen könnte.


Ruhe bewahren: Ein Waschbär auf dem Dachboden ist kein Grund für Panik, sollte aber zeitnah angegangen werden, um teure Folgeschäden an der Dämmung zu vermeiden.



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