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Bettwanzen galten in Deutschland lange Zeit als nahezu ausgerottet. In den letzten Jahren erleben sie jedoch ein signifikantes Comeback. Durch die Zunahme des weltweiten Reiseverkehrs und den florierenden Handel mit gebrauchten Möbeln werden sie immer häufiger in deutsche Haushalte eingeschleppt.


Bettwanzen sind flugunfähige, nachtaktive Parasiten, die sich nahezu ausschließlich von menschlichem Blut ernähren.


Perfekte Versteckkünstler: Tagsüber ziehen sie sich in kleinste Ritzen und Spalten zurück – bevorzugt in der Nähe des Bettes (Matratzennähte, Bettgestell, Fußleisten, hinter Steckdosen oder Bildern).


Einschleppung: Sie werden meist passiv durch den Menschen verbreitet. Ob im Reisegepäck aus dem Urlaub, über gebraucht gekaufte Möbel oder sogar durch den Besuch von befallenen Räumlichkeiten – Bettwanzen sind bei der Wahl ihres „Transportmittels“ nicht wählerisch.


Widerstandsfähigkeit: Sie können über mehrere Monate ohne Nahrung überleben, was sie zu äußerst hartnäckigen Schädlingen macht.



Ein Bettwanzenbefall stellt eine enorme psychische Belastung für die Betroffenen dar, auch wenn die gesundheitlichen Folgen meist lokal begrenzt sind:


Hautreaktionen: Die Stiche (oft als „Wanzenstraße“ in einer Reihe angeordnet) lösen bei vielen Menschen starken Juckreiz, Rötungen und Quaddeln aus. Bei allergischen Reaktionen kann es zu ausgeprägten Entzündungen kommen.


Psychische Auswirkungen: Der Gedanke, nachts von Parasiten gestochen zu werden, führt häufig zu massiven Schlafstörungen, Angstzuständen und sozialem Rückzug, da sich Betroffene oft fälschlicherweise für den Befall schämen.


Keine Krankheitsüberträger: Anders als Schaben oder Ratten übertragen Bettwanzen in Deutschland nach aktuellem Wissensstand keine gefährlichen Krankheiten auf den Menschen.



Die Bekämpfung von Bettwanzen ist komplex und erfordert aufgrund der versteckten Lebensweise und der Resistenz vieler Stämme gegen herkömmliche Insektizide eine fachmännische Herangehensweise.


Gründliche Inspektion: Ein Experte lokalisiert die Verstecke mittels optischer Suche oder durch Monitoring-Fallen.


Mechanische Maßnahmen: Absaugen von befallenen Stellen, Waschen von Textilien bei mindestens 60 °C oder die Nutzung von Dampfgeräten zur thermischen Abtötung in den Verstecken.


Gezielter Insektizideinsatz: Anwendung von Präparaten, die speziell für die Bekämpfung von Bettwanzen zugelassen sind, unter besonderer Berücksichtigung der Sicherheit für Bewohner und Haustiere.


Thermische Verfahren: In manchen Fällen ist eine großflächige Wärmebehandlung des Raumes die effizienteste Methode, um alle Entwicklungsstadien (auch Eier) sicher abzutöten.


Nachkontrolle: Da oft nicht alle Eier beim ersten Durchgang erwischt werden, ist eine zweite oder dritte Behandlung in engmaschigen Abständen zwingend erforderlich, um einen nachhaltigen Erfolg sicherzustellen.


Bettwanzen sind kein Zeichen für mangelnde Sauberkeit. Wenn Sie einen Befall vermuten, sollten Sie:


Nicht versuchen, mit Hausmitteln oder Baumarkt-Sprays zu experimentieren (dies verteilt die Tiere oft nur noch weiter im Haus).


Keine befallenen Möbelstücke auf den Flur oder die Straße stellen, um eine Verschleppung ins Treppenhaus oder zu Nachbarn zu verhindern.


Sofort einen Profi kontaktieren, um eine schnelle und diskrete Lösung zu finden.



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