Die Hausmaus (Mus musculus) ist einer der am weitesten verbreiteten tierischen Begleiter des Menschen. Sie ist hervorragend an das Leben in Gebäuden angepasst und kann dort – wenn sie nicht rechtzeitig erkannt wird – erhebliche Probleme verursachen.
Hausmäuse sind extrem anpassungsfähige und neugierige Tiere, die sich bevorzugt in direkter Nähe zu menschlichen Nahrungsquellen aufhalten.
Lebensräume: Sie nisten bevorzugt in Hohlräumen, wie in Zwischenwänden, unter Fußböden oder hinter Einbauküchen.
Vermehrung: Mäuse sind extrem fortpflanzungsfreudig. Ein Weibchen kann bis zu 8 Würfe pro Jahr mit jeweils 4 bis 8 Jungen haben. Bereits wenige Wochen nach der Geburt sind die Nachkommen selbst geschlechtsreif, was eine schnelle Ausbreitung begünstigt.
Nahrungsverhalten: Sie sind Allesfresser, bevorzugen jedoch Getreideprodukte und Samen. Sie benötigen nur sehr geringe Mengen an Wasser, da sie ihren Flüssigkeitsbedarf meist über die Nahrung decken können.
Gefahren durch einen Befall
Ein Mäusebefall wird von Betroffenen oft unterschätzt, birgt jedoch reale Risiken für Gesundheit und Bausubstanz:
Hygiene-Risiko: Hausmäuse hinterlassen auf ihren ständigen Streifzügen Kot, Urin und Haare. Damit kontaminieren sie Lebensmittel und Oberflächen, was zur Übertragung von Krankheiten wie Salmonellen, Tuberkulose oder durch Zecken übertragenen Erregern führen kann.
Brandschutzgefahr: Wie Ratten müssen auch Mäuse ihre ständig nachwachsenden Nagezähne abnutzen. Dabei machen sie auch vor Stromkabeln nicht halt. Dies führt häufig zu Kurzschlüssen und ist eine unterschätzte Ursache für Kabelbrände in Gebäuden.
Materielle Schäden: Durch das Anknabbern von Verpackungen, Isolierungen und Einrichtungsgegenständen entstehen oft hohe Sachschäden.
Ablauf einer professionellen Bekämpfung
Aufgrund ihrer Vorsicht und ihrer Fähigkeit, sich durch kleinste Ritzen (ab ca. 6–7 mm) zu zwängen, erfordert eine dauerhafte Befreiung von Mäusen ein systematisches Vorgehen:
Befallsermittlung: Zuerst wird durch eine Inspektion festgestellt, wo die Laufwege („Mäusestraßen“) und Nistplätze liegen. Hierbei helfen Spuren wie Kot, Nagespuren oder Schmierspuren.
Ausschlussprinzip: Ein wesentlicher Teil der Arbeit ist das Verschließen von Zugängen. Nur wenn der Zugang von außen (oder aus anderen Räumen) unterbunden wird, kann eine Neubesiedlung verhindert werden.
Bekämpfungsmaßnahmen: Als Profi setzen wir hierfür zugelassene und gesicherte Köderstationen ein, die so platziert werden, dass sie für Kinder und Haustiere unzugänglich sind. Bei Bedarf werden zudem fachgerechte Schlagfallen eingesetzt.
Erfolgskontrolle: Nach der Bekämpfung wird der Bereich regelmäßig kontrolliert, bis sichergestellt ist, dass keine weiteren Anzeichen von Fraß oder Bewegung vorhanden sind.